Wissenschaftspreis 2009: Dr. Axel Jacobi von Wangelin und Joachim F. Scheele
SENECA-Medaille (v.l. Joachim F. Scheele, Prof. Dr. James W. Vaupel, Prof. Dr. Johannes Siegrist)
INDUSTRIE-CLUB FÖRDERT LEISTUNGSELITEN IN WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG.
Der Industrie-Club e.V. Düsseldorf hat es sich in den vergangenen Jahren zunehmend zur Aufgabe gemacht, Wissenschaft, Forschung und Lehre zu fördern. In diesem Verständnis unterstützte der Industrie-Club 1997 erstmals drei Doktoranden der Heinrich-Heine-Universität, die zur Vertiefung ihrer wissenschaftlichen Arbeit ein einjähriges Stipendium einer Partner-Universität im Ausland erhielten.
1998 stiftete der Club mit wissenschaftlicher Begleitung des Wissenschaftszentrums Nordrhein-Westfalen und von 2008 an nach Auflösung des Wissenschaftszentrums der Akademie der Wissenschaften und Künste von Nordrhein-Westfalen den Wissenschaftspreis des Industrie-Clubs. Der Preis, der jeweils in unterschiedlichen Fachgebieten ausgeschrieben wird, verfolgt dabei den Gedanken, innovative wissenschaftliche Forschung zu fördern, die eine Umsetzung in die industrielle Produktion bzw. Weiterentwicklung von Produktionsvorgängen verdient. Er wendet sich an junge Wissenschaftler in NRW und ist mit 20.000 EUR ausgelobt.
Im Jahr 2008 hat der Industrie-Club einen zweiten Preis über 20.000 EUR gestiftet. Hierbei handelt es sich um die SENECA-Medaille des Industrie-Clubs für Alternsforschung, die auf dem Gebiet der Alternsforschung international vergeben wird. Ausgezeichnet werden Arbeiten, die zu wesentlichen neuen Erkenntnissen der molekularen, epidemiologischen und gesellschaftlichen Mechanismen des Altwerdens führen.
Darüber hinaus ermöglicht der Industrie-Club zwei Elite-Studenten des Studienganges „International Management“ der Fachhochschule Düsseldorf ein Auslandssemester und lädt die Träger des Wissenschaftspreises zur Teilnahme an der Jahrestagung der Nobelpreisträger in Lindau ein. Ein zusätzlicher Platz ist jeweils für einen Kandidaten der Akademie der Wissenschaften bestimmt.
An der Initiative der Heinrich-Heine-Universität, die Düsseldorf Business School zu gründen, hat sich der Industrie-Club mit Spenden zum Aufbau einer wissenschaftlichen Bibliothek beteiligt.
Das wissenschaftliche Engagement des Industrie-Clubs findet auch Ausdruck in der Unterstützung des Projektes „SingPause“ an Düsseldorfer Grundschulen mit der Übernahme einer Patenschaft von jährlich 10.000 EUR für eine Grundschule. Es ist das Ziel des Projekts „SingPause“, die musikalische Bildung von Kindern zu fördern, um auch auf diese Weise ihre Integration in die Gesellschaft zu erleichtern.
Im Oktober 2009 hat sich der Industrie-Club am Stipendienprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligt, das Herr Minister Professor Dr. Pinkwart ins Leben gerufen hat und das die Landesregierung gemeinsam mit der Heinrich-Heine-Universität durchführt.
Das Stipendienprogramm ist jeweils auf vier Semester ausgelegt. Der Industrie-Club hat in diesem Programm als „Industrie-Club-Stipendien“ sechs Stipendien zur Verfügung gestellt, von denen vier an Wirtschaftswissenschaftler und zwei an Juristen gehen.
Die Stipendien werden nach dem Prinzip des Matching-Funds vergeben, so dass die Gesamtsumme von 42.600 Euro zur einen Hälfte vom Industrie-Club und zur anderen Hälfte von der Heinrich-Heine-Universität getragen wird.
Diese finanziellen Leistungen, die über das gemeinnützige „Sondervermögen Industrie-Club“ erbracht werden, haben seit 1997 insgesamt ein Fördervolumen von rund 600.000 EUR erbracht.
Daran sind dem Industrie-Club und seinem wissenschaftlichen Engagement verbundene Einrichtungen oder Privatpersonen mit Zustiftungen von insgesamt rund einem Drittel des Spendenvolumens verbunden.
Das Interesse des Industrie-Clubs, die Wissenschaft zu fördern, ist bereits in der Satzung von 1928 angelegt - 16 Jahre nach Gründung des Industrie-Clubs im Jahre 1912. Seitdem bestimmen Themen und Projekte aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft das Leben und Wirken des Industrie-Clubs, der sich vorrangig als Forum der Kommunikation versteht, wo Kontakte wie etwa zwischen Wirtschaft und Wissenschaft systematisch ermöglicht und gefördert werden.
Seit 2002 arbeitete der Club an einem bedeutenden wissenschaftlichen Projekt, das im Mai 2007 abgeschlossen werden konnte: Mit großzügiger Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung bereitete er die Herausgabe von 506 Reden vor, die als Vortragsmanuskripte zugänglich waren, und die seit 1914 im Industrie-Club gehalten worden sind. Diese Arbeit, die unter dem Titel „RedeZeit“ herausgegeben worden ist, wurde im Mai 2007 vorgestellt.
In Zusammenarbeit mit einem namhaften Kreis von Historikern wurde darüber hinaus eine wissenschaftliche Darstellung der Geschichte des Industrie-Clubs erarbeitet, die ein Zeugnis ist für das Selbstverständnis des Clubs, das sich auf Kontinuität, Integrität und Orientierung gründet.
Diese Publikation des Industrie-Clubs wurde unter dem Titel „Treffpunkt der Eliten“ im Mai 2006 den Mitgliedern des Clubs und der Öffentlichkeit von Dr. Otto Graf Lambsdorff vorgestellt.
17. Dezember 2009

